New dates 2015
Internationale Caux-Konferenzen 2016: Offizielle Eröffnung
1. Juli 2016, 12.00 - 18.30

Grenzen durchbrechen, Kulturen überschreiten; Wie kann im Bereich Migration Vertrauen aufgebaut werden?   

Freitag, 1. Juli, 2016

2016 feiert die Stiftung CAUX-IofC 70 Jahre aktiven Einsatz für Vertrauensbildung. In diesem Jahr ist Vertrauensbildung wichtiger denn je, denn mit steigender Migration treffen die unterschiedlichsten Menschen aufeinander. 

Hören Sie die Perspektiven und persönlichen Berichte eines Migranten, eines Flüchtlings, eines Sozialarbeiters sowie nationaler und internationaler Politiker, deren Aussagen für die Caux-Konferenzen 2016 richtungsweisend sein werden.                   

Caux View Lake
Programm

12:00 Willkommensumtrunk

12:30 Mittagessen

14:00 Offizieller Willkommensgruss

  • Laurent Wehrli, Stadtpräsident von Montreux
  • Antoine Jaulmes und Barbara Hintermann, Präsident und Generalsekretärin der Stiftung CAUX-Initiativen der Veränderung

Hauptreferenten

Podiumsdiskussion und Austausch mit den Teilnehmenden unter der Leitung von Serge Michel, Journalist bei Le Monde, mit

  • Abo Hawi: Landsanierung in Äthiopien zur Milderung von Migration
  • Carlos Vasquez: Vertrauensbildung zwischen Migranten und der lokalen Bevölkerung
  • Prof. Ladislaus Löb: Der Caux Palace als Zufluchtsort nach der Hölle der Konzentrationslager des Zweiten Weltkriegs
  • Yvan Sturm: Migrantenhilfe im Genfer Hospice général

Abschlussrede

Musik:

16:45 Cocktail

17:30 Führung durch den Caux Palace

 

Anmeldung

Anmeldungen bei events@caux.ch oder 022 749 16 20 bis zum 20. Juni 2016 . Bitte geben Sie Ihren Namen, Ihre E-mail-Adresse, Diätvorschriften sowie Ihre Ankunfts- und Abreisezeiten an.

Caux Palace

 

Hauptreferenten & Musikalische Untermalung

Ambassador William Lacy SwingBotschafter William Lacy Swing, Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration (IOM)

Botschafter William Lacy Swing  aus den Vereinten Staaten ist in zweiter Amtszeit Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration (IOM). Von Mai 2003 bis Januar 2008 arbeitete er als UN-Sondergesandter des Generalsekretärs (SRSG) für die Demokratische Republik Kongo und leitete erfolgreich alle Facetten der grössten UN-Friedenskonsolidierung aller Zeiten. Vor seiner Arbeit in der DRK war Swing 2 Jahre lang Sondergesandter des Generalsekretärs in der westlichen Sahara und als UN-Einsatzleiter für das Referendum der Westsahara-Region tätig.

Im Laufe seiner langen Karriere war Swing sechs Mal Botschafter für die Vereinten Staaten von Amerika. Er studierte an der Universität Harvard und in Deutschland und spricht fliessend französisch und deutsch.

Mehr Informationen über Botschafter William Lacy Swing finden Sie hier.

 

Mario GattikerMario Gattiker, Staatssekretär des Schweizer Staatssekretariats für Migration (SEM)

Mario Gattiker ist 1956 in Bern geboren. 1983 schloss er das Studium der Rechts­wissenschaften in Bern ab. Von 1984–2000 war er für mehrere schweizerische Stiftungen und Hilfswerke tätig. Mario Gattiker übernahm 2001 die Leitung des Sekretariats der Eidgenössischen Ausländer­kommission und wurde gleichzeitig Chef der neu geschaffenen Sektion Integration im Bundesamt für Ausländerfragen. Ab 2003 war er Vizedirektor und Chef der Abteilung Integration und Bürgerrecht des Bundesamtes für Zuwanderung, Integration und Auswanderung.

Im Bundesamt für Migration leitete er ab 2005 den Direktionsbereich Arbeit, Integration und Bürgerrecht und ab Februar 2011 den Direktionsbereich Zuwanderung und Integration. Im Dezember 2010 übernahm Mario Gattiker zusätzlich die Funktion des stellvertretenden Direktors. Ab dem 1. Januar 2012 war Mario Gattiker Direktor des Bundesamtes für Migration, seit dem 1. Januar 2015 ist er Staatssekretär des neuen Staatssekretariats für Migration (SEM). Mario Gattiker ist verheiratet und Vater von 4 Kindern.

 

Serge MichelSerge Michel, Journalist der Zeitung "Le Monde" und Chefredakteur von "Le Monde Afrique"

Serge Michel, 47, ist Journalist für "Le Monde" und Chefredakteur bei "Le Monde Afrique", der afrikanischen Version der Webseite lemonde.fr. Michel war als Journalist in der Schweiz, dem Iran, auf dem Balkan und in Afrika tätig. 2001 erhielt er für seine Arbeit im Iran mit dem Albert Londres-Preis den wichtigsten französischen Journalistikpreis. Er ist Gründer der beliebten Webseite Bondy Blog, eines überraschenden Beispiels von “Bürgerjournalismus” innerhalb der komplexen französischen Vororte. Er veröffentlichte gemeinsam mit Paolo Woods und Michel Beuret “China-Safari – Pekings Expansion in Afrika” (Nation Books, 2009), in dem er auf Chinas dramatischen Einfluss in Afrika eingeht. Michels jüngstes Buch “Marche sur mes yeux, portrait de l’Iran aujourd’hui” (Grasset, 2010, mit Bildern von Paolo Woods) ist ein spannender, kontroverser Einblick in die iranische Gesellschaft und Zeitgeschichte. Michel schreibt für Le Monde,Le Temps, Le Figaro, Le Point, Géo, Aperture, Fortune, Foreign Policy und The Independent.

 

Abo HawiAbo Hawi, Landwirt und Gemeindeleiter (Äthiopien)

Abo Hawi ist der Spitzname von Gebremicheal Gidey Berhe. Er wurde im Juni 1962 im Klteawlaelo-Distrikt in Äthiopien geboren und ist Vorzeigelandwirt und Gemeindeleiter des Dorfes Abrha Weatsbha. Er setzt sich für Wandel und nachhaltiges natürliches Management von Ressourcen ein. Er hilft, die Widerstandskraft in Gesellschaft und Ökosystem zu steigern, unterstützt Dorflandwirte und sichert ihre Nahrungsmittelsicherheit, okölogische Vorteile und Dienstleistungen. Seine Geschichte wurde in dem Film Ethiopia Rising dokumentiert.

Abo Hawi und das Dorf Abrha Weatsbha erhielten viele regionale, nationale und internationale Preise und Auszeichnungen, darunter den Äquatorpreis 2012, sowie 2009 eine Auszeichnung  vom Ministerium für Frauenangelegenheiten der Bundesrepublik Äthiopien  und 15 weitere offizielle Auszeichnungen und Preise. Als Vertreter seiner Gemeinde ist er als Gastredner bei lokalen, nationalen und internationalen Konferenzen aktiv.

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Carlos Vasquez (Bolivien/Schweiz)

Carlos Vasquez wurde 1993 in Bolivien geboren. Als er 12 Jahre alt war, zog seine Mutter mit ihm und seinen beiden Brüdern in die Schweiz. Er ging in Genf zur Schule und musste sich mit teils sehr schwierigen interkulturellen Erfahrungen im Umgang mit VertreterInnen der Diplomatie, anderen Migranten und der lokalen Bevölkerung auseinandersetzten.

Neben seinem Studium und seinem Job als Fahrradkurier und Bedienung arbeitet er als frewilliger Mitarbeiter für mehrere gemeinnützige Vereine, darunter Kairos und Face à Face, die sich für eine Senkung von Risikoverhalten oder Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen einsetzt. Er arbeitet ausserdem für Do it Yourself Geneva und ihren Einsatz für eine ökologische und widerstandsfähige Gesellschaft durch den Austausch von Fertigkeiten und Kompetenzen.

 

Ladislaus LöbProf. Ladislaus Löb

Prof. Ladislaus Löb ist Professor Emeritus für Germanistik an der Universität von Sussex in Grossbritannien.

Er wurde 1933 in Cluj-Napoco  (Kolozsvár)/Rumänien geboren. Prof. Löb wurde mit 11 Jahren mit seiner Familie in das Ghetto von Kolozsvár geschickt, konnte jedoch mit seinem Vater entkommenund trat der “Kasztner-Gruppe” in Budapest bei. Die Gruppe bestand aus rund 1700 ungarischen Juden, die durch ein Abkommen zwischen Adolf Eichmann und dem ungarischen Rechtsanwalt und Zionistenanführer Rudolf Kastner freies Geleit in die Schweiz erhielten. Die Gruppe wurde im KZ Bergen-Belsen nahe Hannover/Deutschland fünf Monate lang interniert, bevor Eichmann ihnen im Dezember 1944 die Ausreise in die Schweiz genehmigt. Löb beschrieb seine Erfahrungen in seinem Buch “Umgang mit dem Teufel: Rezso Kasztners gewagte Rettungsmission” (2008), für das er den österreichischen Holocaust-Gedenkpreis 2012 erhielt.

Nach einem Aufenthalt im ehemaligen Caux-Palace, der im Zweiten Weltkrieg zur  Zufluchtstätte für Flüchtlinge und Gefangene umfunktioniert worden war, ging er zur Schule, studierte in Zürich, erhielt die Schweizer Staatsangehörigkeit und arbeitete als Lehrer und Journalist. 1963 begann er an der Universität von Sussex zu arbeiten, unterrichtet an der Universität Konstanz in Deutschland und dem Middlebury College in Vermont/USA.

 

Noam VazanaNoam Vazana 

Noam Vazana machte 2011 mit ihrem ersten Album “Daily Sketch” ihren furiosen Einstieg in die Musikszene und nimmt seitdem ihr internationales Publikum mit ihrer charismatischen und aussergewöhnlichen Stimme, ihren selbstgeschriebenen Liedern und ihrer einzigartigen Fähigkeit, gleichzeitig Klavier und Posaune zu spielen, gefangen. Ihr jüngstes Album “Love Migration” ist eine zauberhafte und persönliche Reise, die an Joni Mitchells “Blue” erinnern. In ihrem Album beschreibt Noam sehr offen ihre Erfahrungen als Immigrantin in Europa und ihre Fernbeziehung. Mit ausgefeilter Einfachheit nimmt sie ihr Publikum mit auf ihrer Suche nach dem Gefühl von Zuhause.“Love Migration” gewann den ACUM-Preis, war auf dem 14. Platz der iTunes-Charts und Nummer 2 bei DPRPs Bestem Album des Jahres 2015.

Noam spielte bei TEDx (Niederlande), Jazzahead (Deutschland), Tanjazz (Marokko), Roccella Jazz (Italien), North Sea Jazz (Niederlande) und dem Peace-Kongress (Israel).

 

 

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