Caux Forum, AEUB
Training Tracks
Damit Europa kein unvollendeter Traum bleibt 2018

Training Tracks 2018

  1. Vertrauensbildung in einer vielfältigen Welt: Geschichte, Identität und Gerechtigkeit 
  2. Demokratische Kompetenzen stärken
  3. Achtsamkeit spielerisch lernen
  4. Erarbeitung einer Kultur des Friedens durch persönlichen Wandel und Wohlbefinden
  5. Eine neue Geschichte erzählen - Identitäten in Frage stellen
  6. Herz und Verstand im Zentrum beim Umgang mit der Flüchtlingskrise
  7. Gewaltlose Kommunikation als Dialogansatz
  8. Philosophische Beratung: Neue Ansätze sozialer Inklusion

 

 

1. Vertrauensbildung in einer vielfältigen Welt: Geschichte, Identität und Gerechtigkeit

Trainer: Rob Corcoran und Ebony Walden

Der Training Track mit Rob Corcoran (USA) vermittelt Leadership-Tools zur Überwindung falscher Konzepte und Denkweisen zu ethnischer und rassenbedingter Hierarchie, Xenophie und Ausgrenzung. Ziel ist der Aufbau einer sozialen Kohäsion, die alle Menschen wertschätzt.

 

Rob Corcoran ist Trainer, Moderator und engagiert sich für Aussöhnung und Partnerschaften zwischen vielfältigen und teils polarisierten Gruppen in den USA, Europa, Südafrika, Indien, Australien und Brasilien. Er ist der Gründer des IofC-Programms "Hope in the Cities", das sich für ehrliche Gespräche und nachhaltige Partnerschaften über traditionell bedingte Schranken hinweg einsetzt. Er lebt seit 1980 in Richmond/USA und ist der Autor von "Vertrauensbildung: Ein ehrliches Gespräch über Rasse, Aussöhnung und Verantwortung".  www.4trustbuilding.blogspot.com

 

Ebony Walden ist Trainerin und Moderatorin mit einer langjährigen Erfahrung als Städteplanerin. Sie leitet Workshops und Seminare zum Thema Rasse, Gerechtigkeit und bemüht sich um die Bildung einer gerechten und inklusiven Gesellschaft. Sie ist ausserdem Ausbilderin und Moderatorin bei Hope in the Cities in Richmond/Virginia (USA).

 

 

 

 

2. Demokratische Kompetenzen stärken

Trainer: Stefanie Schuddebeurs und Laura Reijnders

Der Training Track bietet Teilnehmenden vertiefte Einsichten in die Bedeutung demokratischer Gespräche und die damit verbundenen Prozesse. Ausgangspunkt ist das Recht jeden Menschens, sowohl reden zu dürfen als auch gehört zu werden.

 

Stefanie Schuddebeurs ist Sozialunternehmerin. Sie hat soziale Psychologie und Anthroposophie studiert und einen Master für Konfliktforschung und Menschenrechte. 2014 gründete sie die erste Listening Academy (Akademie des Zuhörens) in den Niederlanden. Seit 2017 arbeitet sie in Florenz/Italien. Sie war politische Beraterin des niederländischen Justiz- und Sicherheitsministers und arbeitete für das Innenministerium.

 

 

 

Laura Reijnders ist Expertin fur Kommunikation. Sie arbeitet drei Tage die Woche für IofC Niederlande, wo sie für die Kommunikation zuständig ist. Ihre Schwerpunkte sind Nachhaltigkeit, v.a. Ernährungssicherheit und Energie.  Sie ist freiberufliche Trainerin und Moderatorin und möchte junge Berufstätige und Studierende inspirieren, stärken und ausbilden.

 

 

 

 

 

3. Achtsamkeit spielerisch lernen

Trainer: Txema Perez and Lana Biba

Txema Perez und Lana Biba von 2theatre / London Physical Theatre School bieten einen Trainingskurs zum Thema "Achtsamkeit spielerisch lernen" als Mittel zur Bildung sozialer Kohäsion in Europa.

Plattform-Theater: Eine Gruppe von Schauspielerinnen und Schauspielern erzählt in einem vorgegebnen Rahmen eine Geschichte. Diese Methode bietet ein vertieftes Verständnis dramatischer Strukturen und verlangt verstärkt Kooperation zwischen den Mitspielenden.

Schaupspieltechniken:  Körperkontrolle und Bewegungsqualität bei öffentlichen Aufführungen werden genauer unter die Lupe genommen.

 

Txema Perez ist Mitbegründer der internationalen Theatertruppe 2theatre und der London Physical Theatre School. Er ist Baske, studierte Schauspiel nach der Stanislavsky-Methode und war Schüler von Actors Studio in Los Angeles. Seit 2008 lebt er in London und unterrichtet Theater, Bewegungstheater und Pantomime. Er drehte für Film und Fernsehen (Betty Ugy, Benidorm), spielt Theater und war Teil eines Clown-Duos beim Cirque du Soleil. Er studiere ausserdem Journalismus und Kommunikation und ist als Reporter in Spanien tätig.

 

 

 

Lana Biba ist Schauspielerin, Regisseurin und Lehrerin für Bewegungstheater, Pantomime, Clownerie, Maskentheater, Tanz und Puppentheater. Sie ist Mitbegründerin des 2theater und der London Physical Theatre School und war u.a. Artistin und Lehrerin beim Cirque du Soleil. www.lanabiba.com

 

 

 

 

2theatre ist eine internationale preisgekrönte Truppe aus London, die 2011 von Lana Biba und Txema Perez gegründet wurde, die beide an der London International School of Performing Arts (LISPA) studierten. 2theater beschäftigt sich mit menschlichen Themen und kulturellen Unterschieden und möchte Menschen weltweit ansprechen. Die Truppe spielte u.a. beim Edinburgh Fringe, in Finnland, Griechenland, der Schweiz, Grossbritannien und den USA. Die London Physical Theatre School ist Teil von 2theatre, bietet Kurse und ist Partner des Cirque du Soleil. www.2theatre.com  /  www.physicaltheatreschool.com

 

4. Erarbeitung einer Kultur des Friedens durch persönlichen Wandel und Wohlbefinden

Trainer: Tissione Parmar und Agata Stajar

Sozialer Wandel konzentriert sich oft auf Strukturen und Richtlinien, ohne die Notwendigkeit einer persönlichen Veränderung und eines Wandels der Beziehungen zwischen Menschen zu berücksichtigen. 

Diese Dimensionen sind notwendig, um mit den Herausforderungen dieser Welt umzugehen sowie die Ursachen von Gewalt zu identifizieren und zu bekämpfen. Dieses Training konzentriert sich auf 3 Pfeiler der Gewaltprävention.

  • Der persönliche Pfeiler (Wohlbefinden)
  • Der interpersonale Pfeiler (Verbindung mit anderen Menschen)
  • Der planetare Pfeiler (Verbindung mit der Welt und der Natur)

 

Tissione Parmar leitet internationale Workshops und arbeitet mit jungen Friedensschaffenden, NGOs, digitalen Nomaden, Künstlerinnen und Künstlern, Changemakern und sozialen Unternehmerinnen und Unternehmen in verschiedenen Ländern. Er ist Mitbegründer von Alive Peace und war Moderator bei Euforia, Recipes for Wellbeing, der Arche. Er arbeitet derzeit für UNITARs Peacekeeping-Trainingsprogramm sowie The Wellbeing Project.

 

 

 Agata Stajer befasst sich seit 2004 mit Bildungsmassnahmen zum Thema Menschenrechte. Sie ist Mitbegründerin von Alive Peace und Vorstandsmitglied des Youth Peace Ambassadors Network (YPAN), für das sie internationale Trainingsprogramme im Bereich Frieden und Menschenrechte, Gendergleichheit und Friedensaktivismus leitet. Sie ist ausserdem Anwältin mit dem Fachgebiet Menschenrechte und arbeitet für die Menschenrechtskommission in Polen.

 

Alive Peace ist ein internationales Projekt zur Förderung einer Kultur des Friedens durch experimentelle Workshops und Trainingsprogramme in Europa unter der Leitung internationaler Moderatoren und Fachleute in den Bereichen Friedensförderung, internationale Entwicklung für Wohlbefinden und Jugendarbeit. Alive Peace wurde von Tissione Parmar, Agata Stajer und Laura Aldrighetti gegründet und hat seinen Sitz in der Schweiz. www.alivepeace.org

 
5 Eine neue Geschichte erzählen - Identitäten in Frage stellen

Trainerinnen: Jean Brown und Amina Dikedi-Ajakaive

Dieser Training Track bietet Gelegenheit, der Beziehung zwischen persönlicher, gemeinschaftlicher und globaler Narrative auf den Grund zu gehen. Welche historischen Narrative liegen den Beziehungen innerhalb einer Gemeinschaft zu Grunde? Welche Geschichten prägen Identität? Stecke ich in meiner persönlichen Geschichte fest oder kann ich wachsen?

In einer zunehmend fragilen und geteilten Welt können Geschichten heilen oder Schaden anrichten. Der Workshop hilft, Verantwortung für die Geschichten zu übernehmen, die wir weitergeben und sie so umzuformulieren, dass sie von nun an unserer Gesellschaft und dem Frieden Nutzen bringen. Was bedeutet es, sich für eine neue Geschichtserzählung einzusetzen - der Geschichte unserer gemeinsamen Menschlichkeit?

Der Traiing Track hilft, neue Methoden und Themenkreise für die Arbeit der Initiative Creators of Peace (CoP) zu entwickeln.

 

Jean Brown zählt zu den Pionierinnen von Creators of Peace, für die sie sich seit 1994 engagiert. Sie entwickelt Friedenskreise, die in den vergangenen 15 Jahren in 50 Ländern durchgeführt wurden. Sie schrieb Handbücher und Trainingsmaterialien für CoP und war Mitorganisatorin der CoP-Konferenz zum 25. Jahrestag der Initiative. Jean arbeitet seit mehr als 50 Jahren vollzeitlich für Initiativen der Veränderung und war in vielen Ländern, u.a. Indien und den USA tätig. Sie engagierte sich bei "Action for Life", einem Leadership-Programm für junge Menschen und unterstützte Aussöhnungsinitiativenn im Südsudan. Sie lebt in Australien.

 

 

 

Amina Dikedi-Ajakaive arbeitet seit 1982 für Initiativen der Veränderung (IofC). Sie ist gelernte Lehrerin und führte neben ihrer ehrenamtlichen IofC-Arbeit eine eigene Modefirma in Lagos/Nigeria. 2000 leitete sie mit anderen als Mitglied der Koordinationsgruppe von IofC International panafrikanische Programme für ethisches Leadership in Afrika. 2013 wurde sie Projektleiterin der Südsudan-Initiative für Frieden und nationale Aussöhnung. Sie war von 1994 – 2013 internationale Koordinatorin von Creators of Peace (CoP). Durch ihre Arbeit und ihre fürsorgliche Art hat sich Amina ein grosses Netzwerk in Afrika und darüber hinaus aufgebaut, darunter Präsidenten, Politikerinnen und Politiker, leitende Beamtinnen und Beamte, Geschäftsleute und ganz gewöhnliche Menschen wie du und ich. Sie ist verheiratet und lebt in Grossbritannien.

 

 

 

6. Herz und Verstand im Zentrum beim Umgang mit der Flüchtlingskrise

Trainerinnen: Jo Winsloe Slater und Bruno Kadletz

Ich glaube nicht, dass es eine Abkürzung auf der Suche nach Lösungen zur Flüchtlingsfrage gibt. Die Menschheit steckt in der Krise – und es gibt keine anderen Ausweg aus dieser Krise als zwischenmenschliche Solidarität. 

                                                                                              Zygmunt Bauman, NY Times 2016  

Dieser Training Track baut auf den Erfahrungen zweier Initiativen auf, die als Antwort auf die aktuelle humanitäre Krise entstanden. Sie bemühen sich um neue Perspektiven und Wege, um neu entstehenden Gemeinschaften aus Ortsansässigen und neuen Nachbarinnen und Nachbarn, die ihr Heimatland verlassen mussten, zu helfen, andere willkommen zu heissen, zu unterstützen und zu verbinden.

Die experimentellen Veranstaltungen appellieren an Herz und Verstand und laden ein, partizipativ in die Tiefe zu gehen, die Bedeutung von Gemeinschaft zu erarbeiten sowie der Frage nach dem einzigartigen Beitrag jedes Menschen zu dieser drängender Frage nachzugehen. Das Training wendet sich sowohl an ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie an alle, die sich gerne engagieren möchten.

 

Jo Winsloe Slater ist Projektmanagerin bei Earth, einem Programm des St Ethelburga’s Centre for Reconciliation and Peace in London. Im Winter 2015/16 rief sie gemeinsam mit anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von St Ethelburga eine unabhängige Initiative ins Leben, um auf der griechischen Insel Lesbos ehrenamtlich mitzuhelfen und Flüchtlingen, die sich in Europa ein besseres Leben erhoffen, zu helfen. Das Programm hat sich zu einem dynamischen Model für ehrenamtliche Kurzeinsätze entwickelt, um Organisationen zu unterstützen, die Vertriebenen in Europa helfen und soziale Events in London organisieren. Jo ist ausserdem Treuhänderin bei The Forgiveness Project.

Bruna Kadletz ist Mitarbeiterin des St. Ethelburga´s Centre for Reconciliation and Peace. Sie ist Moderatorin und Kursleiterin und war Mitbegründerin von Circles of Hospitality, einer brasilianischen Organisation, die sich für eine Kultur des Friedens und der Gastfreundschaft in Zeiten der Polarisierung und Intoleranz einsetzt. 2009 liess Bruna ihre Karriere als Zahnärztin hinter sich und begab sich auf die Suche nach dem Sinn ihres Lebens. Humanitäre Fragen liegen ihr besonders am Herzen und sie bereiste dafür u.a. Südafrika, Jordanien, den Libanon, die Türkei, Griechenland und den Balkan.

 

 

7. Gewaltlose Kommunikation als Dialogansatz

Trainer: Olena Kashkarova und Angela Starovoitova 

Zwischen dem, was ich denke, was ich sagen will, was ich zu sagen glaube, was ich sage, was du hören möchtest, was du zu hören glaubst, was du hörst, was du verstehen möchtest, was du zu verstehen glaubst, was du verstehst...Dahinter verstecken sich zehn Möglichkeiten für eventuelle Kommunikationsprobleme. Aber lass es uns trotzdem versuchen..."

                                                                                                      Bernard Werber

Wir glauben, dass tieferes Verständnis auf der Suche nach Lösungsansätzen für verschiedene Konfliktarten Kreativität entstehen lässt: sowohl bei inneren, zwischenmenschlichen als auch sozialen Konflikten.

Dieser Training Track befasst sich mit gewaltloser Kommunikation als Dialogansatz. Im Mittelpunkt stehen hierbei zwei grosse Herausforderungen: 

  • Wie kann man einen anderen Menschen verstehen?
  • Wie kann ich so verstanden werden, wie ich gerne verstanden werden möchten?

Bei diesem interaktiven Prozess steht experimentelles Lernen im Zentrum und die Teilnehmenden erforschen gemeinsam durch praktische Übungen in der Gruppe und Fallbeispiele verschiedene Methoden. Am Ende des Training Tracks haben Sie ein einfaches und umsetzbares Modell gewaltloser Kommunikation kennengelernt, das aus vier Schritten bestehen und Sie werden erfahren, wie dieses Modell in Ihrem Leben helfen kann.
 

Olena Kashkarova setzte sich anfangs auf Grund persönlicher Erfahrungen mit Konflikten durch unterschiedliche geschichtliche Narrative mit Dialogarbeit auseinander. Später engagierte sie sich bei Dialogen zwischen Menschen unterschiedlicher Ansichten über die ukrainische Vergangenheit. Sie initiierte Dialoge zwischen Menschen, die im Laufe der Euromaidan-Revolution unterschiedlicher politischer Meinung waren und wurde Mitbegründerin des Network of Dialogue Facilitators. Sie arbeitete als Fachfrau für Aussöhnung für das UN-Entwicklungsprogramm und ist Mitglied des Internationalen Rates von IofC. Sie ist nach wie vor als Dialogmoderatorin in der Ukraine tätig und ist Expertin für soziale Kohäsion und Trainerin. Ihr Hauptinteresse gilt dem Erlernen und Umsetzen einer gewaltlosen Kommunikation und den Möglichkeiten eines integrativen Dialogansatzes durch Körperübungen.

 

 

Angela Starovoitova engagiert sich leidenschaftlich für die Vernetzung von Menschen und Gemeinschaften. Sie ist Expertin für ausserschulische Bildung und partizipatorische Methoden und stellt hierbei einen individuellen Ansatz zur Schaffung eines sicheren und vertrauensvollen Rahmens für persönlichen Wandel und veränderte Beziehungen in den Mittelpunkt. Angela blickt auf 18 Jahre internationale Erfahrungen bei der Organisation und Durchführung von Workshops/Konferenzen/Langzeitprogrammen zu ethischem Leadership, kritischem Denken, Konfliktresolution sowie Vertrauens- und Friedensförderung zurück. Angela ist Mitbegründerin der internationalen NGO "Foundations for Freedom/Initiativen der Veränderung" und war u.a. in der Ukraine, Grossbritannien, der Schweiz, Deutschland tätig. In jüngster Zeit arbeitete sie hauptsächlich mit dem Network of Dialogue Faciliators zusammen und leitete als Gastreferentin bei Projekten mit dem UN-Entwicklungsprogramm, der IOM sowie der OSZE Dialoge, Foren und verschiedene andere Events über Konfliktresolution und Friedensförderung in der Ukraine.

 

8. Philosophische Beratung: Neue Ansätze sozialer Inklusion

Trainerin: Cristina Bignardi

Dieses Trainingsangebot bietet eine Auswahl innovativer Tools für die Arbeit mit fragilen Gruppen, v.a. Migrantinnen und Migranten, Asylsuchenden, Frauen und Minderjährigen, und zum Brückenbau zwischen solchen Gruppen und der Lokalbevölkerung.

Seit sechs Jahren arbeiten Cristia Bignardi und ihr Team mit Migrantinnen und Migranten in Italien zusammen und haben durch die Kombination verschiedener Techniken neue Methoden erarbeitet: Selbsthilfegruppen, Philosophie-Cafés, Forschungsgruppen und philosophische Beratung.

Daraus hat sich eine Technik entwickelt, die Zuhören und den Austausch der narrativen Dimension des eigenen Lebens und der damit verbundenen Umstände verbindet, wobei konventionelle Weisheit und relevante Zitate von Philosophinnen und Philosophen sowie Schriftstellerinnen und Schriftstellern als Einstieg genutzt warden.

Der innovative Aspekt der philosophischen Beratung fragiler Menschen liegt darin, ihnen eine neue Denkweise und Kontextualisierung ihres Lebens zu vermitteln. Dabei wird in einer Diskussionsgruppe ein Sprichwort oder eine philosophische Betrachtung als Einstieg benutzt. Die Teilnehmenden können darauf eingehen, kritisch über Aspekte ihrer eigenen kulturellen Herkunft nachdenken und diese mit denen anderer Teilnehmenden vergleichen. Dadurch können kreativere Denkweisen entwickelt werden und Menschen können lernen, negative Erfahrungen zu überwinden, neue Hoffnung zu schöpfen und eine bessere Zukunft zu planen.

Die Workshop-Teilnehmenden:

  • lernen, Migrationsfragen auf Grund der Lage in Italien einzuschätzen
  • lernen, die Arbeit vor Ort durch den Ansatz der medizinischen Anthropologie relevant zu analysieren
  • verstehen, wie diese innovative Methodologie Asylsuchenden hilft, die europäische Kultur besser zu verstehen
  • entwickeln  neue Sichtweisen, indem das eigene Leben mit Hilfe philosophischer Tools überdenken

 

Cristina Bignardi studierte Kunstgeschichte und Philosophie und ist ausgebildete Philosophieberaterin. Sie arbeitet seit 2001 im Rahmen verschiedener Projekte mit Migrantinnen und Migranten. Sie war in der psychiatrischen Abteilung der Universität Bologna im Bereich Psychosenfrühprävention tätig und leitete anschliessend eine Selbsthilfegruppe für Asylsuchende und Flüchtlinge. Cristina befasst sich ausserdem mit Frauenrechten, Kriegsvergewaltigungsopfern, Ernährungsmittelsicherheit, Landwirtschaft und nachhaltiger Entwicklung. Sie ist seit 2012 die Koordinatorin des Gesundheitsproramms “Prävention kennt keine Farbe 2.O” für ausländische Frauen in Italien.

 

 

 

Mehr Infos zu den Training Tracks finden Sie hier (in englischer Sprache)

 

 

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