Caux Forum, AEUB
Referentinnen & Referenten
Damit Europa kein unvollendeter Traum bleibt 2018

Referentinnen & Referenten

Damit Europa kein unvollendeter Traum bleibt 2018

 

Lord Paddy Ashdown of Norton-sub-Hamdon | Grossbritannien

Politiker, Diplomat und Schriftsteller

Paddy Ashdown wurde am 27. Februar 1941 in New Delhi geboren. Mit vier Jahren kehrte seine Familie nach Grossbritannien zurück. Er begann seine Karriere bei den UK Royal Marines, absolvierte ein Special Forces-Training und war Kommandant im Fernen Osten. Er studierte in Hong Kong Cinesisch und arbeitete als Übersetzer für Mandarin.

1972 verliess Paddy die Royal Marines und begann, für das britische Aussenministerium zu arbeiten. Er war Mitglied der britischen Mission der UNO und nahm an den Verhandlungen verschiedener internationaler Verträge und Abkommen teil. Nach seinem Abschied aus dem Aussenministerium wurde er Parlamentsabgeordneter für die Liberale Partei. 1988 wurde er zum Parteivorsitzenden gewählt. 2002 - 2008 arbeitete Paddy als internationaler Hoher Vertreter und europäischer Sonderbotschafter in Bosnien-Herzogowina und setzte sich unerlässlich für den Frieden auf dem Balkan ein. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht und lebt mit seiner Frau in Südengland.

 

Tatjana Perić | Bosnien-Herzogowina/Serbien

Beraterin für Massnahmen gegen Rassismus und Xenophobie, Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)

Tatjana Perić engagiert sich seit 1994 für Menschenrechte und hat seitdem umfassend auf internationalem Gebiet Erfahrungen gesammelt. Sie berät verschiedene regierungsübergreifende Organisationen, u.a. das UN-Entwicklungsprogramm, das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte und den Europarat. Tatjana koordinierte ausserdem Forschungsarbeiten die das preisgekrönte Europazentrum für die Rechte der Roma in Budapest. Seit 2014 arbeitet sie für die OSZE in Warschau als Beraterin im Kampf gegen Rassismus und Xenophobie, u.a. gegen Christinnen und Christen und andere Religionen.

 

Barbara Hintermann | Schweiz

Generalsekretärin Initiativen der Veränderung Schweiz

Barbara Hintermann ist seit März 2015 Generalsekretärin der Stiftung. Sie verfügt über eine zwanzigjährige Erfahrung sowohl auf humanitärem Gebiet als auch im Unternehmensbereich und hatte diverse geschäftsführende Positionen im Nahen Osten, in Afrika, Südamerika und Europa inne. Sie glaubt fest an die Menschen und ihre Fähigkeit, die eigenen Kompetenzen und Fertigkeiten weiterzuentwickeln. Zudem schätzt sie eine gute Personalführung und möchte wahre Veränderung möglich machen. Ihr Ziel sind konkrete Lösungen. Barbara Hintermann zeichnet ausserdem für das Fundraising der Stiftung verantwortlich.

 

Peter Sundin | Schweden

Individualfürsorger/Lektor, Kriminalpräventionszentrum in Värmland

Peter Sundin ist ehemaliger Neonazi. Er wuchs in einer rassistischen Familie auf, die seit den 1940er Jahren von nationalsozialistischen Traditionen geprägt wurde. Mit 14 Jahren wurde er Mitglied der schwedischen rassistischen Neonazi-Organisation National Youth (Nationell Ungdom) und bewegte sich mehr als 10 Jahre lang in diesem Umfeld. Als er beschloss auszusteigen, brach er mit seiner Familie, seinen Freunden und seinen alten Werten, um eine neue Identität und Existenz für sich aufzubauen. Dieser Wandlungsprozess dauerte 5 Jahre, wobei er in dieser Zeit im Wesentlichen von einem Polizisten unterstützt, der heute sein Kollege ist. Peter arbeitet jetzt im Kriminalpräventionszentrum in Värmland (Brottsförebyggande Centrum i Värmland) in Schweden und setzt sich für die Prävention eines gewaltbereiten Extremismus ein.

 

Dr. Emel Topçu | Türkei

Professorin für Politikwissenschaften, Hasan Kalyoncu-Universität Gaziantip

Emel Topçu lebt seit 15 Jahren in Deutschland und hat sich auf die Thematik syrischer Flüchtlinge, ehrenamtliche Mitarbeit, Erwachsenenbildung, Menschenrechte, Frauenrechte, die Beziehungen zwischen Minoritäten - Mehrheiten, Multikulturalismus und die Integration von Migranten in die Gesellschaft Europas spezialisiert. Sie schreibt, forscht, ist Beraterin und Trainerin sowohl innerhalb als auch ausserhalb der EU. Derzeit befasst sie sich mit dem Einfluss syrischer Flüchtlinge auf die Türkei und die Auswirkungen auf die Gesellschaft und soziale Kohäsion.

 

Andrew Stallybrass | Grossbritannien/Schweiz

Caux-Historiker

Andrew Stallybrass wurde 1948 in Liverpool geboren und arbeitete 50 Jahre lang im Team, das die internationalen Konferenzen von Initiativen der Veränderung (Moralische Aufrüstung) in Caux organisierte. Er war in der Öffentlichkeitsarbeit tätig, produzierte Konferenzberichte und -programme und gab während der Caux-Konferenzen wöchentlich einen Newsletter heraus. Seit 2014 lebt er mit seiner Frau Eliane in Caux. Andrew war viele Jahre lang Leiter des kleinen Verlags Caux Books. Er ist unabhängiger Schriftsteller und Journalist und Laienprediger der Reformierten Kirche. Er ist leidenschaftlicher Amateur-Historiker und hat sich auf die Geschichte von Caux spezialisiert.

 

Simona Toroțcoi | Rumänien

Roma-Aktivistin

Simona Toroțcoi ist Roma und stammt aus Rumänien. Sie schreibt derzeit eine Doktorarbeit an der Zentraleuropäischen Universität in Budapest/Ungarn und stammt aus einer Minderheitengruppe in Rumänien. Die Probleme und alltägliche Diskriminierung der Roma sind ihr daher wohlbekannt.

Kleine Begebenheiten in ihrer Kindheit führten sie dazu, ihre Identität zu akzeptieren und sich als Aktivistin zu engagieren. Seit 2009 ist Simona aktives Mitglied der Jungen Roma Maramures, wo sie sich für die Stärkung junger Roma und deren Identität einsetzt. Sie engagiert sich für Gleichheit und Gerechtigkeit und leitete mehrere Protestaktionen und Petitionen angesichts der Ungerechtigkeiten, die die Roma erfahren. Seit 2013 engagiert sie sich verstärkt auf europäischer Ebene und unterstützt das Netzwerk europäischer Roma Grassroot-Organisationen, das sich an Anhörungen des europäischen Parlaments und an europäischen Events der Roma-Kommission beteiligt.

 

Oleksiy Matsuka | Ukraine

Journalist

Oleksiy Matsuka ist Journalist aus Donetsk in der Ostukraine, einer Stadt, die derzeit unter prorussischer Herrschaft steht. 2009 gründete er das Informationsinstitut Donetsk, das sich durch Nachrichten und Analysen des Konflikts in der Ostukraine für Frieden und demokratische Werte einsetzt. Durch seine Aufdeckung von Korruption in der Gegend sah er sich Drohungen ausgesetzt und sein Haus und sein Auto verbrannt. Er zog nach Slovyansk direkt ausserhalb der Separatistenregion, wo das Institut seine Arbeit erneut aufnahm. 2014 wurde er von Reporter ohne Grenzen in die Liste der 100 Informationshelden aufgenommen und der kanadische Journalistenverband für Meinungsfreiheit zeichnete ihn mit seinem Internationalen Preis für Pressefreiheit aus.

 

Jo Berry | Grossbritannien

Gründerin von Building Bridges for Peace

Sechzehn Jahre, nachdem ihr Vater durch eine IRA-Bombe ums Leben kam, traf Jo Berry zum ersten Mal auf den Verantwortlichen, Pat Magee. Seit ihrem ersten dreistündigen Treffen sind sie schon über hundertfünzig Mal gemeinsam für Frieden und Verständnis eingetreten. Jo ist regelmässig Referentin bei internationalen Konferenzen und Seminaren über humanitäre Hilfe, Konfliktresolution und Menschenrechte. Sie hat eine Ausbildung in Storytelling, Konflikttransformation und restorative Justiz und arbeitet mit Pat Magee in verschiedenen Konfliktregionen der Welt.

 

Christoph Spreng | Schweiz

Vizepräsident, Konferenz der INGOs des Europarats

Christoph Spreng kommt aus Bern/Schweiz. Er studierte Ingenieurswesen und Elektronik, produzierte Dokumentarfilme und brachte Zeitschriften heraus. 1981 wurde Christoph Mitglied des Stiftungsrats von Initiativen der Veränderung Schweiz und hat diese Rolle seit 36 Jahren inne. Er war in vielen Bereichen der Stiftungsarbeit tätig, koordinierte von 1998 - 2008 die Caux-Konferenzen und vertrat IofC beim Europarat. 2008 wurde Christoph zum Sonderberater für Interkulturelle Dialoge der Konferenz der INGOs des Europarats ernannt und koordinierte die INGO-Dialogplattform "Von der Polarisierung zur Partizipation". Er ist INGO-Experte des Europarats und spielt nach wie vor eine aktive Rolle innerhalb von IofC und bei der Arbeit von Caux.

 

Nick Foster | Grossbritannien

Direktor des Caux Forums

Nick Foster ist seit 2012 Leiter des Caux-Konferenzprogramms. Er hat Kunst, Psychologie und Pädagogik studiert, auf der ganzen Welt gelebt und war im Bildungswesen, dem NPO-Sektor und der Industrie tätig. Ausserdem führte er seine eigene Herstellerfirma in Südafrika und arbeitete als Unternehmensberater mit Schwerpunkt Partnerschaftsentwicklung, Mitarbeiterbindung und Burn-out. Nick ist schon lange in IofC eingebunden, zuerst durch ‘Making Britain a Home’ und dann durch ‘Foundations For Freedom’ in Osteuropa und Russland.

 

Key Listener - Gezieltes Zuhören 2018

Für AEUB 2018 wurde ein sogenannter ‘Key Listener’ ernannt, der gezielt als Zuhörer fungiert, Feedback über die Botschaft der Konferenz gibt und ihren potentiellen Einfluss über das Event in Caux hinaus auswertet.

Mike Brown | Australien

Schriftsteller, Aktivist und Organisator mit IofC

Mike Brown ist seit über 50 Jahren als Schriftsteller, Aktivist und Organisator mit IofC tätig und hat sicch auf Aussöhnung und Dialoge zum Aufbau von Vertrauen spezialisiert. Mike engagierte sich in Australien auf die Aussöhnungsarbeit mit australischen Ureinwohnern (Aboriginal und Torres Strait Islanders) und war Kovorsitzender der Sorry Day-Bewegung.

 

 

Kreativbeitrag

Oana Dinea | Rumänien

Oana Dinea ist eine rumänische Pianistin und lebt derzeit in Genf, wo sie als Konzertpianistin und Lehrerin am Conservatoire Populaire de Musique de Genève tätig ist. Oana erhielt im Laufe ihres Studiums mehrere Stipendien und hatte die Chance, bei grossartigen Künstlerinnen und Künstlern, u.a. Leon Fleisher, Robert McDonald, Julian Martin, zu studieren. Sie gründete 2016 die Gruppe "Pianistes en Scene pour une Cause Humaine" und rief eine unkonventionelle Konzertreihe ins Leben, die verschiedene Kunstrichtungen mit Kaffee, Yoga und Essen vermischt. 

 

Liliana Neciu| Rumänien

Die Mezzosopranistin Liliana Neciu wurde in Baia Mare/Rumânien geboren. Sie absolvierte die Kunsthochschule ihrer Heimatstadt und studierte Musik in Cluj Napoca. Liliana ist seit 2008 Solistin der Nationaloper in Cluj Napoca und hat arbeitet seit mehreren Jahren mit verschiedenen Musikorganisationen in Rumänien zusammen.

 

 

Grassroot-Initiativen bei der Plenarsitzung am 25. Juli (Vormittag):
  • Healing the Past through Dialogue of Generations (Oleh Ovcharenko, Ukraine)
  • Alive Peace: holistic approaches in peacebuilding (Tissione Parmar, UK | Agata Stajer, Poland)
  • Truth, Racial Healing & Transformation (Rob Corcoran, USA | Ebony Walden, USA)
  • St Ethelburga’s Centre: heart-centred approaches to humanitarian work (Jo Winsloe Slater, UK | Bruna Kadletz, Brazil/UK)
  • Geloven in Groen / Believing in Green –  building trust and making faith communities in the Hague more sustainable (Laura Reijnders, The Netherlands)
  • International platform of visual theatre (Txema Perez, Spain/UK | Lana Biba, Ukraine/UK)
  • Learning to transform lives: Migrants and Refugees as Re-builders (Catalina Quiroz, UK/Peru)
  • Refugees as Re-builders (Peter Riddell, UK)
  • Creators of Peace (Miranda Shaw, UK)
  • From Polarization to Participation: The INGO Dialogue Toolkit (Cristoph Spreng, Switzerland)
  • Australians telling a new story – community building forums (Jean Brown, Australia | Mike Brown, Australia)
  • Turkish-Armenian diaspora dialogue in The Netherlands (Tayfun Balcik, The Netherlands)
  • KALMIRE Kalyoncu migration research centre (Emel Topcu, Turkey)
  • Building Bridges for Peace (Jo Berry, UK)
  • SiMigration – Understanding European migration policy and its impact (Erzjo Lajos, Germany)
  • Crime Prevention Centre, Värmland (Peter Sundin, Sweden)
  • Learning to be a Peace-Maker (Javed Latif, The Netherlands)
  • Donetsk Institute of Information (Oleksiy Matsuka, Ukraine)
  • DEEP France (Célia Demoor, France)
  • Prevention has no Colour 2.0 (Cristina Bignardi, Italy)

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