Referentinnen & Referenten
Auf dem Weg zu einem inklusiven Frieden 2017

Hauptreferentinnen & -referenten 2017

 

Eljadj As SyElhadj As Sy (Senegal)

Elhadj As Sy ist seit dem 1. August 2014 Generalsekretär der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) mit Sitz in Genf/Schweiz. Er hielt verschiedene Führungspositionen im humanitären Sektor inne, u.a. bei der UNICEF, UNAIDS, dem Globalen Fond zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria und weiteren Organisationen und blickt auf mehr als 25 Berufserfahrung zurück. Vor seiner Tätigkeit beim IFRC - dem weltgrössten humanitären Netzwerk - war Sy Direktor für Partnerschaften und Ressourcenentwicklung der UNICEF in New York. Von 2005 - 2008 war er Direktor von HIV/AIDS Practice im Rahmen des UN-Entwicklungsprogramms in New York. Zuvor arbeitete er beim Globalen Fond zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria als Regionaldirektor für Afrika und anschliessend als Leiter der Abteilung Operative Partnerschaften und Länderbetreuung in Genf. Elhadj As Sy war ausserdem Vertreter von UNAIDS in New York und Leiter des New Yorker Verbindungsbüros. Von 1988 bis 1997 war er Direktor für Gesundheits- und Entwicklungsprogramme mit dem Schwerpunkt Umwelt und Entwicklungsmassnahmen in der Dritten Welt in Dakar/Senegal. Er spricht Englisch, Französisch und Deutsch.

 

Pekka Metso (Finnland)

Pekka Metso ist Botschafter für interkulturelle und interreligiöse Dialogprozesse am finnischen Aussenministerium (MFA) in Helsinki. Er beschäftigt sich grösstenteils mit der Frage, wie Friedensmediation und Friedensförderung stattfinden könnten, wenn unterschiedliche religiöse Schlüsselfiguren und Dialoge zusammenspielen. Er ist ausserdem Mitglied des nationalen Komittees, das sich mit dem Problemfeld eines gewaltgereiten Extremismus beschäftigt und hat dafür einen nationalen Aktionsplan ausgearbeitet. Er ist seit 30 Jahren für das MFA tätig und war als finnischer Botschafter in Bosnien und Herzegovina tätig, hat für die Vereinten Nationen gearbeitet und war sowohl in Genf als auch in New York aktiv.

 

 

Jonathan RusselJonathan Russel (Grossbritannien)

Jonathan Russel ist Geschäftsführer von Quilliam Global. Er koordiniert ausserdem FATE (Familien gegen Terrorismus und Extremismus) mit dem Ziel, Zivilgesellschaft und Familien weltweit gegen gewaltbereiten Extremimus zu stärken. Er ist ausserdem für Extremely Together tätig, ein gemeinsames Projekt der Kofi Annan-Stiftung und One Young World zur Förderung junger Führungspersönlichkeiten im Kampf gegen Extremismus.  

 

 

 

 

Fatima ZamanFatima Zaman (Grossbritannien)

Fatima Zaman engagiert sich gegen gewaltbereiten Extremismus im Rahmen des Programms "Extremely Together" der Kofi Annan-Stiftung. Sie arbeitet mit Interessenvertretern und Interessenvertreterinnen im und ausserhalb des Bildungssektors zusammen und war zuvor auf lokaler Ebene und in Frauengruppen in Europa und Afrika bei Präventivprogrammen tätig. Sie war 2017 am ersten, von jungen Menschen geleiteten Toolkit und Ratgeber gegen gewaltbereiten Extremismus beteiligt, den sie mitschrieb und mitentwickelte. 

 

 

 

 

INPUT-REFERENTINNEN UND -REFERENTEN 2017

 

Mathilde ChevéeMathilde Chevée (Schweiz)

Input-Referentin für narrative Analyse

Mathilde Chevée war zu Beginn für verschiedene Werbeagenturen tätig, bevor sie für führende Unternehmen der IT-Branche und Kommunikationstechnik als Marketing-Direktorin arbeitete. Sie arbeitet hierbei in Paris, Milan, San Francisco, Nizza und Genf. Sie schloss 2013 ein Bachelorstudium der Psychologie ab und widmete sich anschliessend der Entwicklung von Präventivmassnahmen für junge Menschen zur Minderung von Risikoverhalten. Sie gründete den Verein Kairos in der Schweiz, um durch neue Technologien Solidarität zu fördern. Sie war von 2014 – 2016 Co-Präsidentin des Schweizer Vereins für Fachleute gegen Gewalt und zeichnet derzeit als Stadträtin für die Jugendarbeit der Stadt St Julien-en-Genevois in Frankreich verantwortlich.

 

Andreas HirblingerAndreas Hirblinger (Deutschland)

Input-Referent für populationsbezogene Indikatoren

Andreas Hirblinger schrieb seine Doktorarbeit an der Universität Cambridge, wo er Politik und Internationale Studien studierte. Er absolvierte ausserdem einen Master am King’s College London und hat Afrikanistik studiert. Er interessiert sich sehr für die Rolle von lokalen Schlüsselakteuren und Institutionen bei Friedens- und Übergangsprozessen. Andreas war Berater bei der Umsetzung des Friedensabkommen im Südsudan.

 

 

 

Amal El Deek
Amal El Deek (Libanon)

Input-Referentin für Konfliktumwandlung und gemeinschaftsorientierte Indikatoren 

Amal El Deek stammt aus dem Libanon. Ihr Land hat stark unter dem fast dreissigjährigen Bürgerkrieg gelitten und oft wurden Narrative in schwarz-weiss weitergegeben.  Anderen Menschen wurde mit Misstrauen begegnet und sie wurden ausgeschlossen, weil sie anders waren, einer anderen Religion, Kultur, Nationalität angehörten etc. All dies waren Gründe für ihr Engagement bei "Search for Common Ground" und deren Friedensmission. Amal bemüht sich um Möglichkeiten, Konflikte umzuwandeln, um Lösungen zu finden. In den letzten 10 Jahren war sie für Organisationen wie UNDP, UNICEF und USAID tätig. 

 

 

 

Community-Gruppen

Hauptziel des Events Auf dem Weg zu einem inklusiven Frieden ist die Ermöglichung praktischer Lernerfahrungen, die auf dem Input der Teilnehmenden basieren. Die Community-Gruppen bieten den notwendigen Raum, wo dieses kollektive Lernen in einem sicheren und doch herausfordernden Rahmen stattfinden kann. Zu den zwei wichtigsten Tools des Forum im Kampf gegen gewaltbereiten Extremismus zählen die narrative Analyse sowie populationsbezogene Indikatoren. Gewaltbereiter Extremismus ist ein komplexes Thema. Auf dem Weg zu einem inklusiven Frieden arbeitet daher mit erfahrenen Moderatorinnen und Moderatoren zusammen, die die Diskussionen leiten.

Die Teilnehmenden können sich vor Beginn des Forums in eine von sechs Community-Gruppen einschreiben. Auch wenn gewaltbereiter Extremismus ein vielschichtiges Thema ist, haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit den entsprechenden Moderatorinnen und Moderatoren über eine spezifische Fragestellung auszutauschen.

  • Ethnizität und Herkunft (Hass gegenüber dem Anderen aufgrund von Hautfarbe oder Herkunft)
  • Geschlecht (Sexismus, Homophobie)
  • Politik (rechts- und linksextreme Parteien)
  • Religion (Hass gegenüber dem Anderen aufgrund von Religion)
  • Wirtschaft (Ungleichheit, Klassendiskriminierung)
  • Umwelt (natürliche Ressourcen und Klimawandel)

 

Moderatorinnen & Moderatoren 2017

Andreas HirblingerAndreas Hirblinger (Deutschland)

Moderation der Community-Gruppe Politik

Andreas Hirblinger schrieb seine Doktorarbeit an der Universität Cambridge, wo er Politik und Internationale Studien studierte. Er absolvierte ausserdem einen Master am King’s College London und hat Afrikanistik studiert. Er interessiert sich sehr für die Rolle von lokalen Schlüsselakteuren und Institutionen bei Friedens- und Übergangsprozessen. Andreas war Berater bei der Umsetzung des Friedensabkommen im Südsudan.

 

 

 

d'Arcy Lunnd'Arcy Lunn (Australien)

Moderation Community-Gruppe Ökologie

D’Arcy Lunn ist aktiver Weltbürger, dem alles, was Gemeinschaft fördert, am Herzen liegt. Es ist ihm ausserdem wichtig, störende Element in einem Raum aufzudecken und sich damit auseinanderzusetzen. Er ist 16 Jahre lang viel gereist und hat mehr als 85 Länder dieser Welt besucht. Zur Zeit absolviert er einen Master in Friedensforschung in Japan an der Internationalen Christlichen Universität Tokyo. TIP ist für d’Arcy eine wunderbare Möglichkeit, seine Fähigkeiten als Moderator einzusetzen.

 

 

Mam-Yassin Sarr (Gambia)

Moderation Community-Gruppe Rasse und Ethnizität 

Mam-Yassin Sarr ist Mitbegründerin und Direktorin von Starfish International, einer gemeinnützigen Organisation für die Bildung und Erziehung von Mädchen und Service-Learning in Gambia/Westafrika. Starfish International befasst sich mit Wegen, um Mädchen zu helfen, durch die Ausbildung, die ihnen zugute kommt, ihr Umfeld, ihr Land und die Welt positiv zu beeinflussen. Mam-Yassin Sarr hat Multikulturismus, Gender, Rasse, Klasse und Sexuelle Orientierung an der Murray State University unterrichtet und war Englischlehrerin für Flüchtlinge in New York.

 

 

Véronique Sikora (Schweiz)

Moderation der Community-Gruppe Wirtschaft

Véronique Sikora ist Professorin der öffentlichen Fachhochschule für Ingenieurswesen und Management in Yverdon-les-Bains in der Westschweiz und bringt ihre Leidenschaft für den Austausch von Fachwissen sowie ihre multikulturellen Erfahrungen in der Kommunikation und im Bildungsbereich mit. Sie hat sowohl auf Regierungsebene als auch bei Unternehmen in Kanada und der Schweiz gearbeitet und spricht fliessend Englisch und Französisch. Sie koordinierte Französischkurse für Migranten in der Schweiz und hat ein Faible für interaktive Workshops mit Spassfaktor.

 

 

Camilo Villa (Kolumbien)

Moderation der Community-Gruppe Religion

Camilo Villa über sich: "Meine Erfahrungen und Inspiration stammen aus verschiedenen Quellen. Ich war viele Jahre lang Lehrer und habe ausserdem für Public Agencies ??? gearbeitet, wo ich den Wert öffentlicher Politik und die Entwicklung von Instituationen schätzenlernte. Als Unternehmenr geht es mir darum, meine Kompetenzen zur Entwicklung strategischer Aktionen auszubauen. Ich verbinde Wissen, Methoden und Tools aus verschiedenen Bereichen aus den Bereichen Sozialwissenschaften, Unternehmertum, Internet und der Weisheit amerikanischer Ureinwohner. Ich bin kolumbianischer und belgischer Abstammung, betrachte mich aber vor allem als Entdecker." (http://camilovilla.wordpress.com).

 

Punam YadavPunam Yadav (Nepal)

Moderation Community-Gruppe Gender

Dr. Punam Yadav ist Lehrerin am Gender-Institut und Forscherin am Zentrum für Frauen, Frieden und Sicherheit an der London School of Economics and Political Science. Sie begann ihre Berufskarriere in Nepal und arbeitete anschliessend über 10 Jahre lang für verschiedene internationale und nationale NGOs in mehreren Ländern, u.a. Nepal, Thailand, Australien und Grossbritannien. Sie interessiert sich für die Erfahrung von Frauen in Postkonfliktsituationen und ist seit 2013 Mitarbeiterin bei Creators of Peace.

 

 

 

Mitwirkende 2017

Maria Lucia UribeMaria Lucia Uribe (Kolumbien)

Mitwirkende für "Gemeinsam leben lernen"

Maria Lucia Uribe ist Leiterin von Arigatou International in Genf und Generalsekretärin des Interreligiösen Rats über Ethikerziehung für Kinder. Sie leitet ausserdem derzeit die Arbeitsgruppe über Kinder und Gewalt von Child Rights Connect. Sie koordinierte das internationale Programm von "Gemeinsam leben lernen" von Arigatou, das in Zusammenarbeit mit der UNESCO und UNICEF gegründet wurde. Sie leitet derzeit die strategische Umsetzung und den Ausbau einer Initiative für Ethikerziehung mit Partnern in über 30 verschiedenen Ländern. Sie hat einen Master in Friedens- und Konflikttransformation der Universität Basel und einen Bachelor für Internationale Beziehungen und Finanzen der Externado-Universität in Kolumbien.