Offizieller Tag in Caux – Inspiration für ein breites Publikum
Montag, Juli 1, 2013
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(Photo: James Nikitine)
(Photo: James Nikitine)

Am Sonntag, 30. Juni, war die Öffentlichkeit zum offiziellen Tag in Caux eingeladen. Unter den Gästen hiessen die Veranstalter auch mehrere Botschafter sowie den Stadtpräsidenten von Montreux willkommen. Die Rednerinnen und Redner sprachen über ihre Visionen gerechter Regierungsführung.

Der offizielle Tag der Caux Initiativen für menschliche Sicherheit 2013 wurde mit Ansprachen von Antoine Jaulmes, dem Stiftungspräsidenten von Caux-Initiativen der Veränderung und Omnia Marzouk, der Präsidentin von Initiativen der Veränderung International, eröffnet. Sie hoben hervor, wie wichtig es sei, sich auf allen Ebenen um Veränderung zu bemühen – angefangen bei sich selbst bis hin zur Führungsetage. „Man muss im Grossen denken, aber auch an den kleinen Dingen arbeiten,“ wie Frau Marzouk anmerkte.

Anschliessend an die einführenden Worte konnten die anwesenden Gäste zwischen einer Führung durch das Caux-Konferenzzentrum, einer Präsentation der letztjährigen weltweiten Aktivitäten der Initiativen der Veränderung (IofC) sowie der Vorführung des Dokumentarfilms „Beyond Forgiving“ wählen.

Botschafter Claude Altermatt des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, leitete in den zweiten Teil des Programms mit dem Titel „Auf dem Weg zu gerechter Regierungsführung“ ein. Er gratulierte IofC zu deren kontinuierlichem Effort, Menschen aus aller Welt zum gemeinsamen Dialog zu versammeln. Dabei betonte er insbesondere die gemeinsamen Ziele von IofC und der Schweiz – die Förderung von Frieden, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit durch Dialog und gegenseitiges Verständnis.

Ehrenpräsident von IofC International und ehemaliger Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Cornelio Sommaruga, wies in seiner Rede auf die Konsequenzen der Globalisierung hin und die Reaktionen, welche diese auf allen Ebenen erfordern – insbesondere seitens der Zivilgesellschaft. Gerechte Regierungsführung und menschliche Sicherheit verlangen daher nach einer „Globalisierung der Verantwortung“.

Maggie Hodgson ist seit Jahren aktiv im Bereich der Aussöhnung und Traumabewältigung mit indigenen Völkern weltweit, insbesondere jedoch in ihrer Heimat Kanada. Anhand ihrer Erfahrung mit Programmen für indigene Alkoholabhängige zeigte sie die entscheidende Rolle der Gemeinschaft bezüglich Identitätsbildung und persönlicher Veränderung auf – dem Ausgangspunkt gerechter Regierungsführung.

Die Rede des kongolesischen Abgeordneten und ehemaligen Wirtschaftsministers, Me Moïse Nyarugabo, der sich vom Rebellen zum Kämpfer gegen die Korruption gewandelt hat, erntete grossen Beifall. Anhand eines persönlichen Beispiels illustrierte er, dass der Kampf gegen Korruption bei jedem einzelnen beginnt – mit der Entscheidung die wir treffen, wenn wir im Alltag mit Korruption konfrontiert werden. Er hob zudem die Verantwortung der Afrikaner im Kampf um gerechte Regierungsführung auf ihrem Kontinent hervor, betonte aber zugleich, dass auch die Mitarbeit des Westens gefordert sei, um mehr Gerechtigkeit, Ethik und soziale Verantwortung in multinationalen Rohstoffunternehmen zu erreichen.