Caux Forum 2017: Offizielle Eröffnung
Freitag, den 30. Juni 2017, 14.00-16.30

Offizielle Eröffnung Caux Forum 2017

 

                                  Mehr über die offizielle Eröffnung 2017

                                  Highlights der offiziellen Eröffnung 2017

 

Entsteht der aktuelle wachsende Extremismus durch Ungleichheit? Ist Globalisierung eine Ursache der grösser werdenden Schere in Wirtschaft und Gesellschaft - nicht nur in Entwicklungsländern, sondern auch in den grössten Wirtschaftsnationen der Welt? Und wird dadurch nicht gleichzeitig der Weg für Konflikte, Gewalt und Intoleranz bereitet?

Durch Storytelling und eine Podiumsdiskussion werden wir inspirierende, persönliche Erfahrungen von Menschen hören, die sich in ihrem Umfeld oder ihrem Beruf gegen Extremismus einsetzen. Wir werden diese Berichte mit Ansätzen aus der Geschäftswelt, auf Regierungsebene oder bei internationalen Organisationen verknüpfen und untersuchen, wie diese Bemühungen koordiniert werden können.

Die offizielle Eröffnungsfeier am 30. Juni ist richtungsweisend für das gesamte Caux Forum 2017, dessen Events, Dialoge und Trainingsprogramme sich mit Extremen aller Art befassen. Es ist eine einzigartige Gelegenheit, globale Themen in einem multikulturellen und vielseitigen Rahmen zu diskutieren, uns gegenseitig zu ermutigen, Inspiration zu suchen, gegen Extreme vorzugehen, Dialog und Respekt zu fördern und uns schrittweise für eine gerechtere, friedvolle und nachhaltige Welt einzusetzen

 

                                                           Einladung 2017

                                                           Programm 2017

 

Caux Palace

 

Programm

13:30     Willkommensumtrunk

14:00     Offizielle Eröffnung

Klassische Musik von Michèle Bächthold-Goetze, Mezzosopran, und Sonia Hauser, Klavier

Storytelling* und Austausch mit dem Publikum. Moderation: Barbara Hintermann, Generalsekretärin der Stiftung CAUX-IofC, und Hasan Hawar, Student und Flüchtling aus Syrien, sowie Bjørn  Ihler, Mitglied der Initiative der Kofi Annan-Stiftung 'Extremely Together' und Überlebender des Terroristenanschlags von Anders Breivik, der Kunst als Mittel gegen rechtsextremistische Narrative einsetzt.

15:30      Tee und Kaffee

16:00      Klassische Musik von Michèle Bächthold-Goetze, Mezzosopran, und Sonia Hauser, Klavier

Podiumsdiskussion* und Austausch mit dem Publikum. Moderation: Eric Marclay, Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik (GCSP), mit:

  • Kate Gilmore, stellvertretende UN-Hochkommissarin für Menschenrechte
  • Raphael Nägeli, Stellvertretender Leiter der Division für Menschliche Sicherheit des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten im Rang eines Ministers
  • Ramiro Santa, Direktor der Abteilung Soziale Unternehmensverantwortung bei OCENSA 

Abschlussansprache von Cornelio Sommaruga, Ehrenpräsident des internationalen Vereins von Intiativen der Veränderung International

17:30    Abschiedsumtrunk, auf Wunsch kurze Besichtigung des Caux Palace

18:30    Abendessen

 

 

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REFERENTINNEN UND REFERENTEN 2017

 

Laurent WehrliLaurent Wehrli, Stadtpräsident von Montreux

Laurent Wehrli ist Mitglied der Partei FDP.Die Liberalen. Er wurde 2001 in den Stadtrat von Montreux gewählt und ist seit 2011 Stadtpräsident. Er war von 2002 bis 2015 Abgeordneter des Kantonsparlaments Waadt und ist derzeit Miglied der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats, in den er 2015 gewählt wurde. Er ist zudem Präsident des Rats für Sozialpolitik des Kantons Waadt. Er hat Geisteswissenschaften studiert, als Journalist gearbeitet und ist ausserdem Eigentümer einer Firma für Projektmanagement. Laurent Wehrli wurde 1965 geboren, ist Vater von fünf Kindern und hat zwei Enkel.

 

 

 

Antoine JaulmesAntoine Jaulmes, Präsident der Stiftung CAUX-IofC

Antoine Jaulmes hat an der Pariser Ecole des Mines studiert und arbeitet seither bei PSA Peugeot Citroën. Er ist Abteilungsleiter der  Abteilung Forschung und Entwicklung für Leichtlastkraftwagen. Als langjähriges Mitglied des Stiftungsrates von CAUX-Initiativen der Veränderung ist er seit April 2012 Präsident.

 

 

 

 

Barbara HintermannBarbara Hintermann, Generalsekretärin der Stiftung CAUX-IofC

Barbara Hintermann ist seit März 2015 Generalsekretärin der Stiftung. Sie blickt auf mehr als zwanzig Jahre Berufserfahrung sowohl im humanitären Sektor als auch im Unternehmensbereich zurück und hatte diverse geschäftsführende und leitende Positionen im Nahen Osten, in Afrika, Südamerika und Europa inne.

 

 

 

 

Hasan Hawar, Student und Flüchtling aus Syrien

Hasan Hawar floh aus Syrien, um dem Militärdienst zu entgehen. Als er in der Türkei ankam, beschloss er, auf dem Landweg und über das Meer durch Europa zu reisen und kam 2015 in der Schweiz an, wo er inzwischen bei seiner Schwester lebt. Seine Eltern, sein Bruder und seine andere Schwester leben nach wie vor in Damaskus. Er lernt seit einem Jahr Deutsch und wird im September 2017 sein Computerstudium fortsetzen.

 

 

 

 

Bjorn IhlerBjørn Ihler, Designer, Filmemacher und Performer, Mitglied der Initiative "Extremely Together" der Kofi Annan-Stiftung  und Überlebender des Terroranschlags von Anders Breivik

Bjørn Magnus Jacobsen Ihler ist Freelance-Designer und Aktivist, Redner, Schriftsteller, Filmemacher, Performer und Techniker und engagiert sich weltweit gegen eine Ideologie des Rassismus, des Hasses und des gewalttätigen Extremismus. Seine Erlebnisse als Überlebender des Angriffs auf die Insel Utøya/Norwegen 2011 beeinflussen seine Arbeit, doch politisches Engagement und der Einsatz gegen Gewalt liegen ihm besonders am Herzen. Ilher ist an verschiedenen Projekten und Start-Ups beteiligt (www.bjornih.co.uk). Er ist ausserdem Mitglied der Initiative der Kofi Annan-Stiftung « Extremely Together »

 

Eric MarclayEric Marclay, Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik (GCSP)

Eric Marclay arbeitet seit über 20 Jahren für das Internationale Komitee des Roten Kreuzes. Er hat grossangelegte Projekte in Konfliktregionen, v.a. im Mittleren Osten, durchgeführt und war zuletzt als Operationsleiter für Ostafrika tätig. Er initiierte während seiner Arbeit bei Chaire Raoul-Dandurand (Strategiestudien) die „Friedensmission“-Forschungsgruppe für humanitäre Fragen und veröffentlichte L'aide canadienne au développement (coll.PUM, 2008), Le 11 septembre, cinq ans plus tard - Le terrorisme, les États-Unis et le Canada (coll.Septentrion, 2006), Sécurité nationale vs. Immigration (Lex Electronica, 2006), La responsabilité de protéger: un nouveau paradigme ou une boîte à outils ? (Chaire RdD, 2005), sowie Kurzschriften über Sicherheit & Strategie. Er hat einen Master in Politikwissenschaften und Jura sowie ein C.A.S. für Soziale Unternehmensverantwortung. 

 

Kate GilmoreKate Gilmore, Stellvertretende UN-Hochkommissarin für Menschenrechte

Kate Gilmore wurde am 1. Dezember 2015 zur stellvertretenden UN-Hochkommissarin für Menschenrechte ernannt. Zuvor war Kate Gilmore stellvertretende Generalsekretärin und stellvertretende Geschäftsführerin für Programme im Rahmen des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA). Sie war ausserdem Leiterin von Amnesty International Australien und stellvertretende geschäftsführende Generalsekretärin von Amnesty International. Kate Gilmore begann ihre Karriere als Sozialarbeiterin und Beamtin in Australien. Sie ist Mitglied des ersten australischen Nationalkomitees gegen Gewalt an Frauen. Sie hat einen Bachelor der Universität von Neuengland in Kunst, ein Diplom der Universität Melbourne in Sozialarbeit und studierte Kommunalentwicklung an der RMIT in Melbourne.

 

Raphael NägeliRaphael Nägeli (Schweiz), Stellvertretender Leiter der Division für Menschliche Sicherheit des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten im Rang eines Ministers

Raphael Nägeli ist stellvertretender Leiter der Abteilung Menschliche Sicherheit am Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten im Rang eines Ministers. Er wurde am 29. September 1969 in Zürich (Schweiz) geboren, wo er zur Schule ging und 1996 nach einem Studium der Geschichte, Wirtschaftswissenschaften und der Osteuropäischen Geschichte an der Universität Zürich und der Freien Universität Berlin einen Master der Philosophie absolvierte. Nachdem er als Journalist und im Bankengeschäft tätig war, wurde er 1998 Diplomat des Büros für Europäische Integration beim Schweizer Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten. Er war Botschafter in Sarajevo und Budapest und von 2002 – 2004 der erste Ansprechpartner der Schweizer Botschaft in Sarajevo. Nach seiner Rückkehr nach Bern 2004 wurde er Stabschef der Abteilung Menschliche Sicherheit des EDA. Er leitete von 2008 – 2011 die Abteilung für Minderheitenintegration am Internationalen Zivilbüro, einer Kontrollinstanz des damals neuen unabhängigen Staates Kosovo. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz 2011 wurde Raphael Nägeli Regionalkoordinator für Südosteuropa, 2012 stellvertretender Leiter im Rang eines Ministers und 2015 wurde er zum Chef der OSZE-Einsatzgruppe unter Schweizer Vorsitz ernannt. Raphael Nägeli ist verheiratet und hat zwei Kinder.

 

Ramiro SantaRamiro Santa, Direktor der Abteilung Soziale Unternehmensverantwortung bei OCENSA

Ramiro Santa arbeitet für das Leitungsteam von OCENSA Central Pipeline, wo er für Nachhaltigkeit und Rentabilität in Bezug auf Menschenrechte, Community-Entwicklung, Gesundheit/Sicherheit/Umwelt und die Entwicklung einer Unternehmenskultur für Leben und Gesundheit, Umwelt und Vermögenswerte zuständig ist. Er blickt auf 25 Jahre Berufserfahrung in der Erdöl- und Minenindustrie Kolumbiens und anderen südamerikanischen Ländern zurück. Er ist derzeit Vorstandsmitglied von Free Country against kidnapping, der Uniminuto Univeristy, der Technological University und der Pipelines of Colombia Foundation. 2003 wurde ihm der Preis des Energy Institutes verliehen und er erhielt 2006 den UN-Preis für Community-Entwicklungsprojekte in Dubai.

 

Cornelio SommarugaCornelio Sommaruga, Ehrenpräsident des internationalen Vereins von Intiativen der Veränderung International

Cornelio Sommaruga wurde 1932 als Sohn Schweizer Eltern in Rom geboren. Er schloss 1957 in Zürich sein Jurastudium ab. Anschliessend arbeitete er 1960-68 als Diplomat für das Schweizer Departement für auswärtige Angelegenheiten in De Haag, Bonn und Rom. Von 1969 – 1973 war er stellvertretender Leiter der Schweizer Delegation der EFTA, GATT, UNCTAD und der ECE/UNO in Genf und von 1973 – 1975 stellvertretender Generalsekretär der EFTA in Genf. Er arbeitete von 1976 – 1983 für das Eidgenössischen Departements für Wirtschaft in Bern und war bis 1986 zum Staatssekretär für Wirtschaft. Von 1987 – 1999 war er Präsident des Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (ICRC) in Genf. Seit seiner Pensionierung war er Mitglied verschiedener nationaler und internationaler Vorstände. Er ist Ehrenpräsident des Genfer Internationalen Zentrums für humanitäre Minenräumung (GICHD). Er ist verheiratet, hat vier Töchter, zwei Söhne und 14 Enkelkinder.

 

MUSIKALISCHE UNTERMALUNG

Michele Bachtold GoetzeMichèle Bächtold-Goetze, Mezzosopran

Michèle Bächtold-Goetze begann ihre Gesangskarriere als Solistin und trat bei zahlreichen Konzerten in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Ungarn und den Niederlanden auf. Als sie eine Familie gründete, schob sie ihre Gesangskarriere auf, um sich dem Unterrichten und ihrer Leidenschaft, dem Tanz, zu widmen. Sie verbindet Musik, Bewegung und Emotion und arbeitet seit vielen Jahren als "lehrende Künstlerin" für die Organisation "Dancing classrooms". Sie unterrichtet Gesellschaftstanz, um Schülern gegenseitigen Respekt und Vertrauen beizubringen und ist zusätzlich für die Organisation "Dance with me" tätig, um durch Kreativität und Dialog gemeinschaftliche Beziehungen zu fördern.

 

 

Sonia HauserSonia Hauser, Pianistin

Sonia Hausers Karriere als Pianistin führte sie ans Jaques-Dalcroze-Institut der Indiana University School of Music in Bloomington und das Genfer Musikkonservatorium. Heute unterrichtet sie an der Musikschule, an der sie selbst spielen gelernt hat. Sie spielt gerne in verschiedenen musikalischen Ensembles und nutzt die Bandbreite ihres Instruments in der Kammermusik, bei Konzerten und in der Zusammenarbeit mit Orchestern und Chören. Seit kurzem hat sie durch ihre Begegnung mit Michèle auch ihre Leidenschaft als Begleiterin von Sängerinnen und Sängern wiederentdeckt. Sie interessiert sich für Menschen und besuchte auf ihrer persönlichen Suche Schulungen der Transaktionalen Analyse, der Rességuier-Methode oder der Thai Yoga-Massage, doch die geteilte Freude durch musikalische Emotionen ist nach wie ihr Hauptaugenmerk.

 

Die Wege von Michèle und Sonia kreuzten sich erst vor kurzem und diese Begegnung inspirierte die beiden Musikerinnen, ein Duo ins Leben zu rufen, um sich der Welt der "Lieder", deutschen Gedichten für Sologesang mit Klavier-oder Instrumentalbegleitung, zu widmen. Bei der offiziellen Eröffnung des Caux Forums werden sie Lieder von Johannes Brahms und Richard Strauss vortragen.

 

STORYTELLING UND PODIUMSDISKUSSION

Storytelling*

Bei der offiziellen Eröffnung werden zwei persönliche Berichte über Ungleichheit und Extremismus vorgestellt. Der erste Bericht ist die Geschichte eines syrischen Flüchtlings, der inzwischen in der Schweiz studiert. Der zweite berichtet über einen Überlebenden des Amoklaufs 2011 in Norwegen, der heute den Dialog mit Rechtsextremen sucht, um gewaltbereiten Extremismus zu bekämpfen.

Podiumsdiskussion*

Repräsentanten und Repräsentantinnen aus Business, Verwaltung und internationalen Organisationen beschäftigen sich mit Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Umsetzung von Menschenrechten im Geschäftsleben, um soziales und wirtschaftliches Gefälle zu verringern und gültige Menschenrechtsstandards zu erfüllen. Sie diskutieren Polarisierung in Europa und anderswo, sei es in der Politik zwischen linken und rechten Extremen oder im Spannungsfeld zwischen Protektionismus und Globalisierung, und erarbeiten praktische Wege im Umgang mit Ungleichgewicht und Extremismus.